Nach den Angriffen in Nordostsyrien sind Angst und Verunsicherung gross. Innerhalb weniger Tage hat sich die Situation für die Kurd*innen fundamental verändert. Das demokratische Rojava – und mit ihm die Frauenrevolution – ist in seiner Existenz bedroht.

Die medico-Partnerorganisation Kurdischer Roter Halbmond (Heyva Sor a Kurd) ist seit den Angriffen in Aleppo im Nothilfe-Modus und versucht in dieser unübersichtlichen Situation alles, um Vertriebene, Verletzte und Flüchtende zu versorgen. Die Nothilfeteams sind permanent im Einsatz, während die Helfer*innen auch selbst zu Zielen werden. Inzwischen kommen Tausende kurdische Familien in Städten nahe der irakischen Grenze an. Sie sind geflohen aus Angst vor Gewalt durch HTS-Soldaten, islamistische Milizen und freigelassene IS-Kämpfer. Und die Angriffe weiten sich östlich des Euphrat immer weiter aus in Richtung Hassakeh, Qamishlo und Kobane.

Ob die Kämpfe enden und die Zivilbevölkerung in Sicherheit ist, ist unklar. Garantien der neuen Regierung gegenüber der kurdischen Bevölkerung gibt es nicht, nur Versprechungen bezüglich kultureller Rechte. Die Rechte der Kurd*innen und aller anderen Minderheiten in Syrien müssen geschützt werden. Die Kämpfe und Vertreibungen müssen enden. Die demokratischen Errungenschaften in Nordostsyrien werden sich die Kurd*innen nicht einfach nehmen lassen.

Die Zivilbevölkerung Nordsyriens, die demokratische Selbstverwaltung und die Teams des Kurdischen Roten Halbmonds sind mehr denn je auf internationale Solidarität angewiesen. Unterstütze sie jetzt mit einer Spende. Danke für deine Solidarität!

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