"Helft den kubanischen ÄrztInnen in Haiti helfen"
Von Beat Schmid, Havanna

So titelte eine deutsche Zeitung wenige Tage nach dem Erdbeben - was ist genau damit gemeint? Seit 11 Jahren war und ist eine kubanische Gesundheitsbrigade mit über 400 Personen in 127 der 137 haitianischen Gemeinden präsent und wird teilweise durch die venezolanische Regierung mitfinanziert. Vor dem Erdbeben bildete sie während Jahren das Rückgrat der prekären haitianischen Gesundheitsversorgung. "Die KubanerInnen kamen nicht, sie waren schon da", bemerkte der haitianische Gesundheitsminister treffend. Auf CNN berichtete ein chilenischer Notarzt, dass er und seine KollegInnen wegen der prekären Sicherheitslage nachts nicht im Notspital bleiben. Auf die Frage, wer während ihrer Abwesenheit die PatientInnen versorge, meinte er: "Die KubanerInnen". Auf die Nachfrage, ob es denn für die nicht auch gefährlich sei, antwortete er: "Die sind schon lange hier. Die kennen sich aus. Sie sind bekannt und anerkannt".
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Haiti: Hintergründe
Linkseite mit Informationen und Artikeln zu Hintergründen, den kubanischen Nothilfeprogrammen sowie kritische Abhandlungen zur militärischen, wirtschaftlichen und politischen Instrumentalisierung von humanitärer Hilfe.
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Keine Straflosigkeit in Oaxaca
Alba Cruz, eine Anwältin unserer Partnerorganisation "Komitee 25. November", die politische Gefangene in Oaxaca bei ihrer Sammelklage gegen die erlittene Folter unterstützt, spricht am 10. Februar 2010 an einer Veranstaltung der Mexiko-Plattform im Zürcher Volkshaus über die aktuelle Lage in Südmexiko. Veranstaltungshinweis

Die Hintergründe
2006 stellte sich in Oaxaca, einem der touristischen Hauptziele Südmexikos, eine Massenbewegung gegen die korrupte und gewalttätige Regierung und forderte den Rücktritt des Gouverneurs. Nach mehrmonatigen Auseinandersetzungen eroberte die Bundespolizei am 25. November 06 Oaxaca  zurück und verhaftete 140 Personen und setze sie systematischer Folter aus. Inzwischen - wieder von allen Vorwürfen freigesprochen - klagen die Betroffenen mit Hilfe des „Komitee 25. November" gegen das erlittene Unrecht.

Neben psychosozialer Unterstützung für die Folteropfer, dokumentiert unserer Partnerorganisationen die staatliche Folterpraxis in Oaxaca und Gerrero erstmals entlang der UNO-Methode des „Istanbul-Protokolls", welche in der Türkei entwickelt wurde und eine Art medizinisch-psychologisches Gutachten erstellt, das Betroffenen ermöglicht gegen die Täter, resp. den Staat zu klagen.
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Morde an UmweltkämpferInnen - der FMLN fordert Aufklärung
von Nina Schneider

Januar 2010 Die Morde an den AktivistInnen des Comité Ambiental de Cabañas (CAC) im salvadorianischen Departement Cabañas im Dezember beunruhigen breite Kreise der Zivilgesellschaft wie auch die Parteispitze des FMLN. Der erfolgreiche Kampf gegen die grossflächige Goldförderung im Tagbau des kanadischen Minenmultis Pacific Rim, wird von kriminellen Gruppierungen mit Gewaltexzessen beantwortet. Schon im letzten Juni wurde der FMLN-Kader und Ökoaktivist Marcelo Rivera verschleppt und ermordet. Seine Leiche fand man mit Folterspuren in einem Brunnenschacht. Kurz darauf wurden Mitarbeiter des lokalen Basisradios Victoria ernsthaft bedroht und ein engagierter Priester konnte sich der Ermordung nur mit einem Sprung in eine Schlucht entziehen.
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