Unterstütze auch Du die internationale Solidaritätskampagne zur Stärkung der Gesundheitsversorgung in Kuba! Gemeinsam mit AMCA, mediCuba und weiteren Organisationen sammeln wir Spenden für eine Solaranlage am Kinderspital El Cerro in Havanna. Sie sichert das Funktionieren von Intensivstation und Notaufnahme auch bei Stromausfällen und schafft langfristig eine nachhaltige, unabhängige Energieversorgung.
Teil des engagierten Teams des Kinderspitals El Cerro
Die Energieversorgung kubanischer Spitäler steht angesichts der aktuellen Versorgungskrise vor grossen Herausforderungen. Häufige Stromausfälle gefährden besonders jene Bereiche, in denen eine unterbrechungsfreie Versorgung lebenswichtig ist. Mit einer Spende helfen Sie mit, eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher für das Kinderspital El Cerro zu finanzieren. Die Anlage soll die Stromversorgung der Intensivstation und der Notaufnahme auch bei Ausfällen sichern und langfristig zu einer nachhaltigeren und unabhängigeren Energieversorgung des Spitals beitragen.
Für die erste Etappe des Projekts werden rund 160'000 Franken benötigt. Die von AMCA und mediCuba Europa koordinierte Solidaritätskampagne wird von Partnerorganisationen in der Schweiz, Deutschland und weiteren Ländern unterstützt. Sobald mehr als die Hälfte der Finanzierung gesichert ist, kann die Installation der Solaranlage noch in diesem Jahr beginnen. Jede Unterstützung zählt – gemeinsam sichern wir eine verlässliche Energieversorgung für des Kinderspitals El Cerro in Havanna.
Kuba befindet sich derzeit in einer schweren Energie- und Versorgungskrise. Eine zentrale Ursache dafür ist die seit Jahrzehnten bestehende US-Blockade, die zuletzt nochmals verschärft wurde und die den Zugang zu internationalen Märkten, Finanzierungen und dringend benötigten Ressourcen erheblich erschwert. Die Folgen treffen die gesamte Bevölkerung – und insbesondere das öffentliche Gesundheitswesen, das mit Energie-, Treibstoff- und Materialengpässen konfrontiert ist.
Der Mangel an Treibstoff erschwert den Betrieb der veralteten Notstromaggregate, auf die viele Einrichtungen, auch das Kinderspital El Cerro, heute noch angewiesen sind. Wiederkehrende Stromausfälle belasten die Bevölkerung und stellen Spitäler vor grosse Herausforderungen. Für Patient*innen auf Intensivstationen können Unterbrechungen der Stromversorgung lebensbedrohlich sein. Eine eigene Solarstromversorgung schafft deshalb nicht nur eine ökologische Alternative, sondern stärkt die Widerstandsfähigkeit eines der öffentlichen Gesundheitsversorgung.
Blick in ein Patient*innezimmer im Kinderspital El Cerro
Das Kinderspital El Cerro liegt in einem Arbeiter*innenquartier von Havanna und versorgt eine Bevölkerung von rund 45'000 Menschen. Das Spital verfügt über 121 Betten und ist ein nationales Referenzzentrum für verschiedene spezialisierte Bereiche der Kindermedizin. Dazu gehören insbesondere die Behandlung von Kindern mit Nierenkrankheiten und hormonellen Erkrankungen sowie die Versorgung schwerer Dengue-Fälle. Als spezialisiertes Zentrum verfügt das Spital über eine Intensivstation mit 9 bis 12 Betten. Dank des engagierten Teams und der guten technischen Infrastruktur spielt El Cerro zudem eine wichtige Rolle dabei, den Druck auf die grossen nationalen Referenzspitäler wie das Juan Manuel Márquez und das William Soler zu reduzieren.
Die erste Projektphase umfasst eine Solaranlage mit einer Leistung von 60 kWp, einen 50-kW-Wechselrichter sowie einen Batteriespeicher. Damit kann die Energieversorgung der Intensivstation und der Notaufnahme während mehrerer Stunden bei Stromausfällen abgesichert werden. Die Anlage kann jährlich rund 90'000 kWh Strom produzieren und damit etwa 45 Prozent des aktuellen Energieverbrauchs des Spitals decken. In einer weiteren Phase könnte die Kapazität durch zusätzliche netzgekoppelte Solarmodule erweitert werden, sodass der Strombedarf des Spitals während der Tagesstunden weitgehend durch erneuerbare Energie gedeckt werden kann.
Das Spital verfügt über ein engagiertes technisches Team und gute Voraussetzungen für die Installation: Das Dach befindet sich in geeignetem Zustand und bietet ausreichend Platz für eine grössere Solaranlage. Gleichzeitig bietet Kuba mit seiner hohen Sonneneinstrahlung sehr gute Bedingungen für die Nutzung von Solarenergie.
Prüfung der Dachfläche für die Installation der Solaranlage
Neben der Solaranlage sind weitere Elemente geplant, um den Alltag des Spitals zu unterstützen: elektrische Dreiräder mit Solarpanel für den Personen- und Gütertransport, einfache Notstromlösungen für wichtige Geräte sowie ein Wandbild, das die internationale Solidarität und die Verbindung von Sonnenenergie mit der Energie für das Leben der Kinder sichtbar macht. Das Projekt steht für eine konkrete Form internationaler Solidarität: Menschen und Organisationen aus verschiedenen Ländern unterstützen gemeinsam ein öffentliches Gesundheitssystem, das trotz schwieriger Bedingungen die Versorgung von Kindern sicherstellt.
Hilf auch Du mit, Solarstrom für das Kinderspital El Cerro möglich zu machen. Deine Solidarität stärkt die Gesundheitsversorgung in Kuba. Vielen Dank!