Seit Oktober 2025 gilt in Gaza ein fragiler Waffenstillstand – doch Töten, Zerstörung, Vertreibung und Blockade gehen weiter. Mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran und den Libanon weitet sich der Krieg aus. Der anhaltende Genozid in Gaza gerät zunehmend aus dem Fokus. Im besetzten Westjordanland verschärft sich derweil die Entrechtung: rasanter Siedlungsbau, eskalierende Siedlergewalt, militärische Repression.
Tausende Palästinenser*innen sitzen in israelischen Gefängnissen, viele ohne Anklage oder Verfahren. Berichte über Misshandlungen und Folter nehmen zu. Humanitäre Hilfe wird gezielt eingeschränkt, NGOs und Menschenrechtsorganisationen behindert, das Völkerrecht weiter ausgehöhlt. Unter dem Deckmantel des «Friedensplans» von US-Präsident Trump wird mit westlicher Unterstützung eine Ordnung vorangetrieben, die das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser*innen missachtet und koloniale sowie imperiale Machtverhältnisse zementiert.
Wir diskutieren, wie Leben unter Besatzung und struktureller Gewalt aussieht, welche Perspektiven für einen gerechten Frieden in Zeiten der Eskalation bleiben, und was internationale Solidarität konkret bedeutet: Wie können wir gemeinsam gegen imperiale Kriege und Unterdrückung kämpfen?
Diskussion mit:
Moderation: Alice Froidevaux, medico international schweiz
Die Veranstaltung findet auf Englisch statt, mit Simultanübersetzung ins Deutsche.
Eintritt frei.
In Zusammenarbeit mit 1. Mai Komitee Zürich.