„1988
wurde unser Freund und politischer Mitkämpfer Jürg Weis von Eliteeinheiten der
salvadorianischen Armee auf seiner Reise zur Landbevölkerung und zu den WiderstandskämpferInnen
El Salvadors ermordet. 8 Jahre zuvor - heute vor 30 Jahren - erschossen
Todesschwadronen der gleichen faschistischen Regierungspartei ARENA den
Erzbischof Oscar Romero, weil er zum Widerstand gegen Unterdrückung, Ausbeutung
und soziale Ungerechtigkeit aufrief.
„Was sich vor Ort abspielt, bringt mich oft an den Rand des noch Erträglichen, ja schier um meinen Verstand. Dies vor allem deshalb, weil ich als Jude lebens-geschichtlich mit Israel verbunden bin.
Am Schwersten trifft mich das Schweigen der überwältigenden Mehrzahl der weltweit ca. 13 Millionen Jüdinnen und Juden. Wenngleich ich mir über deren Ängste einigermassen bewusst bin, gilt für mich dennoch: JedeR, der/die von uns schweigt, macht sich mitverantwortlich."
Seit über drei Jahrzehnten unterstützt medico international in der Westbank, in Gaza und Ostjerusalem Gesundheitsprojekte von und für PalästinenserInnen. Unsere lokalen PartnerInnen kümmern sich um die basismedizinische Versorgung der Bevölkerung und entsprechen damit den Bedürfnissen der Menschen vor Ort.
Vier Gespräche mit Jochi Weil in der WOZ: lesen
Weiterlesen: Jochi Weil, Projektverantwortlicher Israel/Palästina
„In keinem andern lateinamerikanischen Land habe ich
so viele gut ausgebildete Frauen getroffen. Als Hebamme und Krankenschwester
weiss ich, welcher Stellenwert Bildung für die eigenständige Lebens- und
Familienplanung hat."
„Die
Sandinistische Revolution hat mein Engagement für südliche Länder geprägt. 1984
reiste ich mit der Gesundheitsbrigade zum ersten Mal nach Nicaragua. 1987/88
folgte ein Einsatz mit medico international schweiz im Spital Sandino in
Bluefieds an der Costa Atlantica. Ab 1990 wurde
unter den neoliberalen Regierungen das Gesundheits- und Bildungswesen zunehmend
privatisiert. Viele Kleinbauern verloren ihr Land und für weite Bevölkerungsteile
verschlechterten sich die Lebensbedingungen. Trotzdem engagierten sich unsere
Projektpartnerinnen unbeirrt für die Rechte der Frau und der Familie. Weiterlesen: Elvira Ghioldi Thüring, Projektverantwortliche Nicaragua
„Wir arbeiten in Eritrea, weil wir mit all unseren Projekten
einen Beitrag zur Verbes-serung der Gesundheit der ländlichen Bevölkerung und
zur Stärkung des Selbst-bewusstseins der Dorfbewohner leisten können." Weiterlesen: Silvia Voser & Esther Haas, Projektverantwortliche Eritrea
„Mein grosser
Respekt gilt den armen indigenen Völkern in Südmexiko. Sie verharren nicht in
einer Bittstellung, sondern wehren sich für ihre Rechte und setzten ihre
eigenen Vorstellungen von Entwicklung in der indigenen Autonomie um." Philipp GerberWeiterlesen: Philipp Gerber & Sanja Previsic, Projektverantwortliche Mexiko
"... da waren Berge,
Felder, wunderschöne Landschaften und viele Bauern und Bäuerinnen mit sehr
wenig Land und ohne Rechte, ohne Gesundheitsversorgung. Aber da war auch viel
Mut und Entschlossenheit, ihrer Misere ein Ende zu setzen. Seit 30 Jahren nun,
begleite und unterstütze ich diesen
Weg. Auch jetzt, wo die Hoffnung weit vom Horizont entfernt scheint,
braucht es weiter unsere Solidarität..."Weiterlesen: Edith Bitschnau, Projektverantwortliche Guatemala
„Der Vietnamkrieg
war für viele Menschen meiner Generation Anstoss zur Politisierung, Symbol
eines erfolgreichen Befreiungskrieges gegen imperialistische Aggressoren, und
Leitfaden während der 68er Bewegung. Diese Verbundenheit mit Vietnam, mit
seinen wundervollen Menschen und dem schönen Lande hat mich ein Leben lang
begleitet.