medico international schweiz

Projektkommission

Maja Hess, Projektverantwortliche El Salvador

01.jpg„1988 wurde unser Freund und politischer Mitkämpfer Jürg Weis von Eliteeinheiten der salvadorianischen Armee auf seiner Reise zur Landbevölkerung und zu den WiderstandskämpferInnen El Salvadors ermordet. 8 Jahre zuvor - heute vor 30 Jahren - erschossen Todesschwadronen der gleichen faschistischen Regierungspartei ARENA den Erzbischof Oscar Romero, weil er zum Widerstand gegen Unterdrückung, Ausbeutung und soziale Ungerechtigkeit aufrief.

Mein Engagement in El Salvador ist eine Antwort auf die durch diese beiden Morde sichtbar gemachte, bis heute in anderer Form andauernde Realität der massiven Repression und Brutalität durch die herrschende Klasse.

Ein Stück Weg an der Seite unserer ProjektpartnerInnen zu gehen, ist ein grosses, spannendes und lehrreiches Privileg. Ihr Mut, ihre Kreativität, ihr Engagement und ihre Hoffnung sind ansteckend. Gemeinsam sind wir in medico unterwegs auf der Suche nach alternativen Gesellschaftsentwürfen."

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Fritz Wunderli, Projektverantwortlicher Israel/Palästina

Fritz_Wunderli_2011_072"Es ist für mich immer wieder schwer zu ertragen, dass Israel durch den ungebremsten Ausbau der Siedlungen im besetzten Westjordanland den Friedensprozess zu Nichte macht und der eigenen arabischen Bevölkerung einen diskriminierenden Status aufzwingt.  Es gibt keine Anzeichen, dass die Regierung ernsthaft und fair mit der palästinensischen Autonomiebehörde verhandeln will  und faschistisch orientierte jüdische Kreise propagieren mehr oder weniger offen die Deportation der Palästinenser und die Annexion der gesamten Westbank bis zum Jordan. Dazu kommt, dass die israelische Regierungspolitik durch die Vetomacht USA in sturer Einseitigkeit geschützt wird. Das fördert die Radikalisierung der Hamas, die jeden Friedensschluss mit Israel ausschliesst. 

Meine Hoffnung ruht auf den mutigen israelischen und palästinensischen Friedensgruppen, auf jenen Frauen und Männer, die unbeirrt, allen Anfeindungen zum Trotz für eine Verständigung eintreten".


Seit über drei Jahrzehnten unterstützt medico international in der Westbank, in Gaza und Ostjerusalem Gesundheitsprojekte von und für PalästinenserInnen. Unsere  lokalen PartnerInnen kümmern sich um die basismedizinische Versorgung der Bevölkerung und entsprechen damit den Bedürfnissen der Menschen vor Ort.

 

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Judith Eisenring, Projektverantwortliche Cuba

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„In keinem andern lateinamerikanischen Land habe ich so viele gut ausgebildete Frauen getroffen. Als Hebamme und Krankenschwester weiss iich, welcher Stellenwert Bildung für die eigenständige Lebens- und Familienplanung hat.

Die staatlich geleistete Gesundheitsversorgung entlastet die gesamte Bevölkerung im Kampf ums Überleben und schafft damit einen Freiraum in dem Tabuthemen aufbrechen können wie z.B. häusliche Gewalt oder die Diskriminierung von sexuell anders Orientierten. Schritte, die nötig sind, um eine gleichberechtigte Gesellschaft zu gestalten.“

Judith Eisenring, Projektverantwortliche Cuba

Wollen wirtschaftliche, politische und kulturelle Systeme auf Dauer überleben, sind sie weltweit auf Mitsprache und Widerspruch angewiesen. Nur Systeme die Wandel zulassen, können auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren und abgenutzte Verfahren und Institutionen ablegen. Oft gehen die Initiativen für Wandel von sozialen Randgruppen aus. So auch in Cuba. Unsere PartnerInnen von CENESEX und GPSIDA kratzen mit ihrer HiVPräventionsarbeit an gesellschaftlichen Tabus und schaffen für sexuelle Minderheiten zunehmend Akzeptanz.

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Elvira Ghioldi Thüring, Projektverantwortliche Nicaragua

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„Die Sandinistische Revolution hat mein Engagement für südliche Länder geprägt. 1984 reiste ich mit der Gesundheitsbrigade zum ersten Mal nach Nicaragua. 1987/88 folgte ein Einsatz mit medico international schweiz im Spital Sandino in Bluefieds an der Costa Atlantica. Ab 1990 wurde unter den neoliberalen Regierungen das Gesundheits- und Bildungswesen zunehmend privatisiert. Viele Kleinbauern verloren ihr Land und für weite Bevölkerungsteile verschlechterten sich die Lebensbedingungen. Trotzdem engagierten sich unsere Projektpartnerinnen unbeirrt für die Rechte der Frau und der Familie.

Seit 2007, erneut unter der sandinistischen Regierung, sind wieder Verbesserungen in Gesundheits- und Bildungswesen zu beobachten. Sie motivieren mich und unsere Projektpartnerinnen, uns gemeinsam für die Benachteiligten und die Opfer von Gewalt einzusetzen. "

 

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Philipp Gerber & Sanja Previsic, Projektverantwortliche Mexiko

02.jpg„Mein grosser Respekt gilt den armen indigenen Völkern in Südmexiko. Sie verharren nicht in einer Bittstellung, sondern wehren sich für ihre Rechte und setzten ihre eigenen Vorstellungen von Entwicklung in der indigenen Autonomie um." Philipp Gerber

„Immer wieder beeindruckt mich die Beharrlichkeit, mit der die Indigene Bevölkerung im Süden Mexikos für die Anerkennung ihrer Lebensweise kämpft. Trotz Armut und Repression zeigt sie uns Alternativen auf: eine Welt, in der viele Welten Platz haben." Sanja Previsic


Mexiko befindet sich in einer Krise von historischem Ausmass. Zehn Jahre nach dem Ende der PRI-Herrschaft und 100 Jahre nach der mexikanischen Revolution wird das zweitgrösste Land Lateinamerikas von mehreren Krisen gleichzeitig erschüttert.


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Edith Bitschnau, Projektverantwortliche Guatemala

05.jpg"... da waren Berge, Felder, wunderschöne Landschaften und viele Bauern und Bäuerinnen mit sehr wenig Land und ohne Rechte, ohne Gesundheitsversorgung. Aber da war auch viel Mut und Entschlossenheit, ihrer Misere ein Ende zu setzen. Seit 30 Jahren nun, begleite und unterstütze ich diesen  Weg. Auch jetzt, wo die Hoffnung weit vom Horizont entfernt scheint, braucht es weiter unsere Solidarität..."


Der Kampf um ein würdevolles Leben geht für einen Grossteil der guatemaltekischen Bevölkerung auch 16 Jahre nach Unterzeichung der Friedensabkommen weiter. Im mehrheitlich von Mayas bewohnten Hochland sind Gesundheitszentren wie auch medizinisches Wissen dünn gesät. Mit der Weiterbildung von Hebammen zu Gesundheitsarbeiterinnen unterstützt medico  den Aufbau einer basis-medizinischen Minimalversorgung.

 

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Marco Medici und Dung Moser-Nguyen, Projektverantwortliche Vietnam

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Dung_fr_Web„Der Vietnamkrieg war für viele Menschen meiner Generation Anstoss zur Politisierung, Symbol eines erfolgreichen Befreiungskrieges gegen imperialistische Aggressoren, und Leitfaden während der 68er Bewegung. Diese Verbundenheit mit Vietnam, mit seinen wundervollen Menschen und dem schönen Lande hat mich ein Leben lang begleitet.

Heute überzeugt Vietnam mit seinen Erfolgen im Bereich der Hungerbekämpfung und der Entwicklungspolitik, die entgegen der Rezepte von IWF und Weltbank errungen wurden."

 

Unsere PartnerInnen in Vietnam behandeln neue und alte Wunden und beschreiten auch immer wieder Neuland. So zum Beispiel mit der Initiative der kommunalen Vereinigung alter Menschen in der Betreuung alleinstehender SeniorInnen in Hue in Zentralvietnam.

 

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