medico international schweiz

Hintergründe

Israel – Demokratie unter Druck

von Fritz Wunderli

11/2012 In der Evang. Akademie Arnoldshain bei Frankfurt fand vom 26. bis 28. Oktober ein Nahostseminar statt, veranstaltet vom deutsch-israelischen Arbeitskreis für Frieden im Nahen Osten (diAk). Die eingeladenen RednerInnen vertraten verschiedene Institutionen und politische Lager Israels. Ihre Ausführungen machten deutlich, dass die derzeitige zionistische Ideologie zu einer intoleranten, religiös geprägten Staats- und Gesellschaftsdoktrin hin tendiert. Dies führt dazu, dass das Gefühl der ständigen Bedrohung von aussen wie auch die Diskriminierung der arabischen Minderheit im Innern aufrecht erhalten und gleichzeitig der Unrechtszustand in den besetzten Gebieten ignoriert wird. Fritz Wunderli, ehrenamtlicher Mitarbeiter bei medico international schweiz besuchte die Tagung und hat die Vorträge und Diskussionen zusammengefasst.

Vor mehr als 30 Jahren hat sich der diAk von der Deutsch-israelischen Gesellschaft abgespalten, weil er deren einseitige, unkritische Fokussierung auf die Politik und Belange Israels nicht mehr mittragen wollte. Seitdem lädt er jedes Jahr Fachleute, vor allem palästinensische und israelische FriedensaktivistInnen, gemässigte PolitikerInnen und WissenschafterInnen, zu seinen Herbstseminaren ein.

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Eskalation im Nahen Osten – Appelle von medico und ihrer Partnerorganisationen aus Palästina und Israel

19/11/2012 medico international schweiz ist zutiefst besorgt über die aktuelle, eskalierende Situation in Palästina und Israel, insbesondere im Gazastreifen. Wir sind traurig und bestürzt, dass Menschen auf beiden Seiten ihr Leben oder ihre Gesundheit lassen müssen für sinnlose Macht- und Stärkedemonstrationen oder Provokationen sowohl der israelischen Regierung als auch der Hamas. Die Menschen in dem äusserst dicht bevölkerten und abgeriegelten Gazastreifen sind den Angriffen der israelischen Armee hilflos ausgeliefert, ohne die Möglichkeit, in sicheren Unterkünften Schutz zu suchen oder aus dem Gazastreifen zu fliehen.

Unsere beiden Partnerorganisationen, die Palestinian Medical Relief Society (PMRS) und die Physicians for Human Rights – Israel (PHR-IL) rufen auf zu einem sofortigen Ende der Gewalt.

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Erklärung gegen einen Erstschlag Israels gegen den Iran

12/09/2012 Jüdische Stimmen, darunter der Projektverantwortliche von medico international für Palästina / Israel, Jochi Weil, äußern ihre Besorgnis über einen möglichen Erstschlag Israels gegen den Iran.

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