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Hintergründe

Nach 39 Tagen beenden die Gefangenen in Chiapas ihren Hungerstreik

11.11.11 Ein Dutzend indigene Gefangenen in Chiapas, angeführt von Patishtan, starteten diesen Herbst einen unbefristeten Hungerstreik. 2008 führte ein früherer Hungerstreik zur Freilassung von 40 politischen Gefangenen, da die Regierung Sabines schwere Imageschäden befürchtete, sollte der Streik fatale Folgen haben. Dieses Jahr wurde der Streik nach 39 Tagen am 6. November wegen grosser gesundheitlicher Probleme und der Weigerung der Behörden, unabhängigen Ärzten Zutritt zu gewähren, abgebrochen. Es gibt nun zwar von Seiten der Behörden eine neue Untersuchung der Urteile und zwei der Hungerstreikenden wurden nach 8 Jahren vorzeitig entlassen. Doch insbesondere dem Sprecher der Aktion, Alberto Patishtan, hat der Streik nur geschadet: Nach drei Wochen wurde er nächtens aus der Streikgruppe gezerrt und in ein Gefängnis im nordmexikanischen Sinaloa entführt. Die illegitime Verlegung 2'000 km von den Angehörigen entfernt bedeutet eine weitere unglaubliche Schikane. Ob Patishtan tatsächlich in Sinaloa einsitzt, kann bisher niemand bestätigen, denn Besuche werden keine erlaubt.

medico hat zusammen mit anderen Organisationen aus der Schweiz ein Protestschreiben zur Unterstützung der Gefangenen, insbesondere auch zur Rückverlegung von Patishtan nach Chiapas unterzeichnet.

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Mexikanische Behörden verweigern Hungerstreikenden medizinische Betreuung

http://chiapas.indymedia.org/local/webcast/uploads/_jpg_/s/179488_suiza_solidaridad_huelgadehambre1.jpg02.11.11. Mehrere Organisationen, darunter unsere Partnerorganisation CCTI, protestieren dagegen, dass die Gefängnisbehörden den indigenen Gefangenen in Chiapas mehrmals die Visite von unabhängigen ÄrztInnen verboten.

Am 29. September traten ein Dutzend politische Häftlinge in Chiapas in einen unbefristeten Hungerstreik. Sie fordern ihre Freilassung, da sie für Taten verurteilt worden sind, die sie nicht begangen hatten und ihre Prozesse irregulär abliefen, bspw. ohne Übersetzer in ihre indigene Muttersprachen. Zwei dieser Häftlinge wurden seither freigelassen, ein weiterer Gefangener schloss sich der Aktion an. Nach 35 Tagen ohne Nahrung, sind die Hungerstreikenden - unter ihnen auch eine junge Mutter -  körperlich zunehmend schwächer. Sie leiden unter Schwindel und Übelkeit, ihre Gesundheit ist ernsthaft gefährdet.

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Noch immer keine Gerechtigkeit in Oaxaca

cartel_justicia_y_verdad- Strafverfahren für die Verantwortlichen der Repression von 2006

- Konkrete Handlungen gegen die Straflosigkeit

- Das Recht auf Wahrheit

- Eine Politik, die auf die Einhaltung der Menschenrechte achtet mit autonomen Institutionen

- Stopp der Kriminalisierung von sozialen Protesten

Fünf Jahre nach dem sozialen Aufstand in Oaxaca analysiert unsere Partnerorganisation CODIGO DH den Stand der juristischen, politischen und sozialen Aufarbeitung des Konflikts. Die meisten Punkte bleiben pendent.

Comunicado en espanol

   

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