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Hintergründe

Guatemala

Zwei gegensätzliche und doch voneinander abhängige Welten

hebamme.jpgDas staatliche Gesundheitssystem in Guatemala steht seit jeher in Konflikt mit den traditionellen Heilmethoden der indigenen Bevölkerung. Diskriminierung von Maya-Hebammen, Diskreditierung von gewissen Heilmethoden bis hin zur Verfolgung von praktizierenden HeilerInnen sind die Folgen eines rassistischen Umgangs mit allem Indigenen. Leider ging dadurch auch sehr viel Wissen verloren. Die Negierung der indigenen Heilkräfte führte zu einer Verunsicherung der indigenen Bevölkerung, welcher Medizin sie sich anvertrauen soll. Nun laufen erste Bestrebungen seitens des staatlichen Gesundheitswesens, das Verhältnis der beiden medizinischen Systeme zu normalisieren und sie nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zueinander zu sehen.

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Selbsthilfegruppen produzieren gemeinsam Prothesen

Neue Prothesen von Kriegsversehrten für Kriegsversehrte.jpg26.08.09. Als Resultat des zentralamerikanischen Kriegsversehrten-Treffens, das medico mitunterstützte - siehe Bulletin 4/08 (pdf) - produzierte der selbstverwaltetete salvadorianische Betrieb Podes die ersten Prothesen für sieben ebenfalls kriegsversehrte KollegInnen von der AGPD in Guatemala. Jose Leonidas Argueta Rolda, Direktor von Podes, dazu: "Wir hoffen, dass wir in Zukunft diese Koordination weiterführen können, denn wir wissen, dass wir mit dieser Unterstützung die Lebensbedingungen der Behinderten aus dem Nachbarland stark verbessern."
Diese Zusammenarbeit ist vielleicht ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein grosser, wichtiger Schritt für den Alltag der Behinderten und das Erstarken dieser Selbsthilfegruppen. Podes ist langjähriger Partner von medico international Deutschland, die AGPD wird von medico international schweiz unterstützt.