Mariela Castro ist studierte Pädagogin und derzeitige Direktorin des Centro Nacional de Educación Sexual (Nationales Zentrum für sexuelle Aufklärung – CENESEX) und Aktivistin für die Rechte Homosexueller. Ihre Organisation setzt sich für eine effektive AIDS-
Prävention, sowie für die Akzeptanz von Homosexualität,
Bisexualität, Transvestitismus und Transgender ein. Im Jahre 2005 rief
sie ein Projekt mit dem Ziel ins Leben, dass geschlechtsangleichende
Operationen und sowie eine rechtliche Änderung des Geschlechts erlaubt
werden soll.
Mariela Castro ist weiter Präsidentin des Multidisziplinären Zentrums
für Sexualstudien Kubas, Mitglied der Aktionsgruppe zur Vorbeugung,
Konfrontierung und Bekämpfung von AIDS und Exekutivmitglied der World
Association for Sexual Health. Seit dem Tod ihrer Mutter Vilma Espín ist sie
amtierende Präsidentin der Federación de Mujeres Cubanas, der
kubanischen Frauenorganisation.
Am 7. August 2010 war sie Ehrengast am Hamburger Christopher Street Day. André Scheer von "Junge Welt", Berlin traf sie zu einem Interview:
31.08.09. Ein Jahr nach den verheerenden Wirbelstürmen (siehe medico-Artikel zu Nothilfe) erreicht uns aus Cuba ein persönlicher Bericht über den Wiederaufbau von Beat Schmid, Mitarbeiter von internationalen NGO's:
Beat Schmid, Habana. Vor genau einem Jahr – am 30. August – blieb es im
Osten Cubas die ganze Nacht dunkel. Hurrican Gustav war über die Isla
de Juventud und die Provinz Pinar del Rio gezogen. Bei 340 km/h
Windgeschwindigkeit stieg an einem Ort das Messgerät aus, es war die
schnellste Windböe in der Geschichte der meteorologischen
Aufzeichnungen.
01.09.08. Die Folgen der hauptsächlich durch die reichen Länder erzeugte Klimaerwärmung treffen die Armen: Der stärkste Hurrikan seit 50 Jahren fegte am vergangenen Wochenende mit Sturmböen bis 340 h/km über Cuba hinweg. Durch die gut organisierte Evakuierung von annähernd einer halben Million Menschen hatte Hurrikan Gustav zum Glück keinen Verlust von Menschenleben zur Folge. Aber die Zerstörungen auf der Insel sind immens, alleine in der Provinz Pinar del Río wurden rund 80'000 Häuser und mehrere tausend Hektaren Landwirtschaft wurden zerstört. Auch die Stromversorgung konnte in einigen Teilen des Landes noch nicht wiederhergestellt werden. Erste Hilfeleistungen wurden am Sonntag von Venezuela angekündigt.
Weitere Infos auf Spanisch: Entrevista con Beat Schmid:Gustav, débilitado tras su cruento paso por Cuba
Gustav no provoca muertos en Cuba pero sí golpea la economía Huracanes, cada vez más frecuentes e intensos debido al calentamiento global