Burma: Humanitäre Hilfe militärisch erzwingen?
21.05.08. "Helfer zu behindern ist skandalös - eigennütziges Interesse der Helfer aber auch", meint Thomas Gebauer, Geschäftsführer von medico international deutschland. Lesen Sie das
Interview sowie den Artikel
Flutbilder, Bilderflut, der die Nothilfe kritisch beleuchtet.
2008/09: Nothilfe in las Tunas, Cuba
Auf den Strassen der Provinzhauptstadt Las Tunas mit rund 100.000
EinwohnerInnen herrscht wieder reges Leben. Es ist heiss und
trocken. Nichts deutet auf die schwere Zerstörung durch den Hurrikan
„Ike" im Sommer 2008 hin. Medico beteiligte sich im vergangenen Jahr am
Wiederaufbau des psychiatrischen Spitals und mehreren
Gesundheitsstationen. Heute, im Februar 2010 ist das Spital wieder in Betrieb, Fenster
und Türen sind repariert und das zerstörte Mobiliar ersetzt. Auch
wurden Vorkehrungen für zukünftige Wirbelstürme getroffen.
Cubaweit belaufen sich die Schäden durch „Ike" auf rund 10% des
Bruttoinlandproduktes. Eine halbe Million Häuser sind beschädigt und
700.000 Tonnen Nahrungsmittel zerstört. Trotz der schwierigen
Rahmenbedingungen hat die Regierung bisher darauf verzichtet, Kürzungen
im Bereich sozialer Errungenschaften vorzunehmen. Vielmehr wurden z.B.
DialysepatientInnen der schwer getroffenen Isla de la Juventud nach dem
Hurrikan für mehrere Wochen in der Hauptstadt gepflegt.
Ausserhalb der Zentren zeugen behelfsmässige Hütten vom Mangel an
Baumaterial. Zwar wurden 60 bis 80% der beschädigten Häuser in den 15
Monaten seit dem Wirbelsturm repariert. Bis zur definitiven
Unterbringung der 100.000 Familien, deren Häuser komplett zerstört
wurden, sollen aber noch ganze sechs Jahre verstreichen.