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Rote Karte für die Putschregierung in Honduras |
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HONDURAS: Putsch, Fussball und Widerstand
Panini-Bildchen zu den Menschenrechtsverletzungen als Diashow
Honduras blickt auf eine lange Unterdrückungsgeschichte zurück: Nach
seiner Unabhängigkeit von Spanien wurde es erst von britischen, danach von
US-Multis beherrscht und seine Bevölkerungsmehrheit in grösste Armut
gezwungen. Damals sprach Chiquita zynisch von „seiner Bananenrepublik“.
In den 80er-Jahren benutzten die USA Honduras als Hinterland für ihren
Krieg in Zentralamerika.
Erst der Amtsantritt von Präsident Manuel Zelaya im Januar 2006 änderte
die Lage. Doch eine Reihe von Sozialreformen und die Allianz mit den
linken Regierungen in Lateinamerika machten ihn in den Augen der
herschenden Oligarchie im In- und Ausland zum Feind. Am 28. Juni 2009
putschte die total vom Pentagon abhängige Armee gegen Zelaya. Dutzende
von Oppositionellen wurden ermordet, tausende misshandelt, kritische
Medien wurden geschlossen.
Ohne Wiederherstellung legitimer Zustände wurden im letzten November
Präsidentschaftswahlen abgehalten. Alle Volksorganisationen und breite
Teile der Bevölkerung boykottierten die Wahl. Dennoch wird der, aus den
illegitimen Wahlen hervorgegangene Präsident Porfirio Lobo von den USA
und zunehmend auch von europäischen Regierungen unterstützt.
Dies obschon seit seiner Amtseinsetzung im Januar 2010 rund 310
Menschenrechtsverletzungen gemeldet, 21 Mitglieder der
Widerstandsbewegung ermordet, 53 Personen unter windigen Vorwürfen
verhaftet und 23 Wohnungen von AktivistInnen von der Sicherheitspolizei
durchsucht wurden. Weiter wurden 28 der bekanntesten VertreterInnen aus
der Lesben-Schwulen-Bewegung ermordet und 12 Frauen während ihrer
Verhaftung durch Sicherheitskräfte vergewaltigt.
Symptomatisch für die systematische Repression ist weiter die Ermordung
von neun Journalisten und die totale Kontrolle der Medien.
All das soll die WM-Beteiligung weiss waschen! Doch der Widerstand der
Menschen geht weiter, auch wenn sie gerne einen Match sehen.
Panini-Bildchen zu den Menschenrechtsverletzungen in Honduras als Diashow
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