|
Kein Medikamenten-Patent für Novartis in Indien |
|
|
|
medico international: "Etappensieg für die Medikamentenversorgung in Entwicklungsländern“
06.07.09. Das
Leukämie-Medikament Glivec erhält in Indien keinen Patentschutz. Das
indische Intellectual Property Appellate Board (Ipab) lehnte einen
entsprechen Antrag des Pharmakonzerns Novartis ab, da Glivec nicht
ausreichend innovativ und zu teuer für den Durchschnittsbürger sei.
Patente die solch hohe Monopolpreise ermöglichen, verstoßen nach
Ansicht des Ipab gegen die öffentliche Ordnung und könnten deshalb
nicht bewilligt werden.
medico
international begrüßt die Entscheidung des Ipab als „Etappensieg für
die Medikamentenversorgung in Entwicklungsländern“. “Diese Entscheidung
kann die Rettung für Millionen von Menschen bedeuten, die sich teure
Markenmedikamente nicht leisten können“, sagt Andreas Wulf von medico
international Deutschland. Damit werde Indiens wichtige Rolle als „Apotheke der
Armen“ und weltweit größter Produzent von bezahlbaren
Generika-Medikamenten für Entwicklungsländer gestärkt. Durch
zahlreiche, auch wie im vorliegenden Fall fragwürdige Patentanträge in
Indien versuchen die großen Pharmafirmen immer wieder die Konkurrenz
durch Generikahersteller einzuschränken. Dadurch wird der Wettbewerb
behindert und somit die dringend notwendige Preissenkung der
Medikamente. „Das Profitinteresse der Pharmakonzerne darf nicht über
Leben und Tod von Millionen von Menschen entscheiden“, fordert Andreas
Wulf.
|