Aus- und Weiterbildungen für Hebammen
Hygiene und Früherkennung von Kinderkrankheiten
Sanft und mit Hingabe hilft Fana der aus Stoffresten gebastelten Puppe
auf die Welt, gerade so als wäre diese ein lebendiger, kleiner Mensch.
Aufmerksam und ernsthaft folgen ihre Kolleginnen jeder Bewegung der
„Geburt" aus der Kartonschachtel, lauschen den Erklärungen des
Trainers, notieren das eine oder andere in ihre Schulhefte und stellen
immer wieder Fragen, die der Kursleiter ausführlich beantwortet. Die
Gruppe der Frauen gehört zu den Hebammen, die in unserem Projekt 2009
aus- und weitergebildet wurden. Den ersten einmonatigen Kurs in Ghindae
im April 2009 besuchten 26 Hebammen, den zweiten im Oktober in Afabaat 38.
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Bessere Gesundheit und mehr Selbstbestimmung für Familien
Mit der Umsetzung eines basisnahen Sensibilisierungsprogramms für
Familienplanung im ländlichen Eritrea, sollen Mütter- und
Neugeborenensterblichkeit merklich verringert, ungewollte und
gesundheitsgefährdende Schwangerschaften und gefährliche Aborte
verhindert werden. Frauen und Männer erhalten die Möglichkeit, ihre
Familienplanung infomiert und selbstbestimmt an die Hand zu nehmen.
In
der ländlichen Bevölkerung Eritreas ist das Bewusstsein, dass ein Paar
selbstbestimmt über den Zeitpunkt und die Anzahl Kinder eintscheiden
könnte, kaum vorhanden. Dem Gebrauch von Verhütungsmitteln stehen
Unwissen, mangelnder Zugang, vor allem aber auch kulturelle und
religiöse Gründe entgegen. Im vorliegenden Pilot-Projekt geht es in
einer ersten Phase darum, religiöse Führer und lokale Meinungsträger
für das Anliegen der Familienplanung zu gewinnen, in einer zweiten
Phase werden geeignete Schulungsmaterialien für die Ausbildung von
lokalen BeraterInnen für Familienplanung erarbeitet und anschliessend
wird die Ausbildung durchgeführt. Eine umfassende Evaluation analysiert
die Akzeptanz und den Nutzen des
Pilotprojekts.
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