VERANSTALTUNG
Sonntag, 29. Januar 2012, 18.00 h (Palästinensisches Essen ab 17 h), Bäckeranlage
Maja Hess, Ärztin und Dr. phil. Ursula Hauser, Psychoanalytikerin und Psychodramatikerin reisen seit 1998 regelmässig nach Gaza und leiten dort seit 2003 im Rahmen eines Projekts von medico international schweiz eine Psychodrama-Ausbildung für Frauen und Männer aus dem Bereich der psycho-sozialen Gesundheit. Durch die Ausbildung werden die Teilnehmenden befähigt, Psychodrama-Workshops in den Flüchtlingslagern zu leiten, mit Kindern, Frauengruppen, Lehrpersonen, Jugendlichen, aber auch mit religiösen Leadern und StudentInnen zu arbeiten.
Die Psychodrama-Ausbildung in Gaza vermittelt nicht nur eine psychotherapeutische Methode, sondern auch ein Werkzeug, um die politische und soziale Realität anders wahrzunehmen und zu deuten. Sie soll ein Fester öffnen und wenigstens in der Imagination eine andere, bessere Welt entwerfen. Der Wunsch, dass Mauern fallen und Grenzen verschwinden, dass eine reale und nicht nur virtuelle Kommunikation mit Aussen, mit andern Professionellen möglich werden kann, drückt sich unmissverständlich im Namen aus, den die Ausbildungsgruppe sich gegeben hat: „Psychodrama without borders“.
«Ich würde sagen, das Gesundheitssystem El Salvadors
ist beispielhaft für die Region.»
Christa Baatz, Ärztin
VERANSTALTUNG:
Dienstag, 24. Januar 2012, 19:30 Uhr Zentrum Karl der Grosse, Kirchgasse 14, 8001 Zürich
Michael Kleutgens, genannt Paco, Arzt und langjähriger Projektkoordinator in El Salvador, berichtet über die Herausforderungen und Chancen der tief greifenden Gesundheitsreformen unter der FMLN-Regierung. Mit Beispielen aus der Behindertenarbeit zeigt er auf, welche Veränderungen auf politischer und auf gesellschaftlicher Ebene nötig sind, um auch Menschen mit einer Behinderung ein Leben in Würde zu ermöglichen.
Anita Escher, Botschafterin El Salvadors in Deutschland und ehemalige Projektkoordinatorin von medico ermöglicht Einblicke in die politischen Debatten des Landes (provisorische Zusage).
Einleitung und Moderation: Maja Hess, Ärztin und Präsidentin von medico international schweiz.
Es ist beeindruckend, wie sich während mehrerer Wochen am Samstag jeweils vorwiegend junge Menschen am Paradeplatz versammelten, um gegen die kaum kontrollierbare Macht der Banken, allen voran der UBS, zu protestieren. Es ist berührend, mit welcher Kreativität sie ihrer Empörung Luft macheten und ihr Recht auf ein freies selbständiges Leben mit Entfaltungsmöglichkeiten zum Ausdruck brachten.
Bewundernswert sind diejenigen Leute von Occupy Paradeplatz, die auf dem Lindenhof in Zürich ausharrten und in Zelten übernachteten, und dies trotz zunehmender Kälte. Dabei erfuhren sie von AnwohnerInnen, die ihnen Speis und Trank vorbei brachten, Solidarität.
11.11.11 Ein Dutzend indigene Gefangenen in Chiapas, angeführt von Patishtan, starteten diesen Herbst einen unbefristeten Hungerstreik. 2008 führte ein früherer Hungerstreik zur Freilassung von 40 politischen Gefangenen, da die Regierung Sabines schwere Imageschäden befürchtete, sollte der Streik fatale Folgen haben. Dieses Jahr wurde der Streik nach 39 Tagen am 6. November wegen grosser gesundheitlicher Probleme und der Weigerung der Behörden, unabhängigen Ärzten Zutritt zu gewähren, abgebrochen. Es gibt nun zwar von Seiten der Behörden eine neue Untersuchung der Urteile und zwei der Hungerstreikenden wurden nach 8 Jahren vorzeitig entlassen. Doch insbesondere dem Sprecher der Aktion, Alberto Patishtan, hat der Streik nur geschadet: Nach drei Wochen wurde er nächtens aus der Streikgruppe gezerrt und in ein Gefängnis im nordmexikanischen Sinaloa entführt. Die illegitime Verlegung 2'000 km von den Angehörigen entfernt bedeutet eine weitere unglaubliche Schikane. Ob Patishtan tatsächlich in Sinaloa einsitzt, kann bisher niemand bestätigen, denn Besuche werden keine erlaubt.
medico hat zusammen mit anderen Organisationen aus der Schweiz ein Protestschreiben zur Unterstützung der Gefangenen, insbesondere auch zur Rückverlegung von Patishtan nach Chiapas unterzeichnet.
Weitere und ständig aktualisierte Informationen auf Spanisch
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